Zitronenkuchen

Wer auf simple Kuchen-Klassiker steht, der ist mit diesem uralten Rezept auf der sicheren Seite. Meine liebe unvergessene Oma Elisabeth hat uns diesen fabelhaften Zitronenkuchen schon vor über fünfzig Jahren gebacken.

Einige überlieferte handgeschriebene Rezepte halte ich in Ehren. O-Ton Omi: „Saft einer Zitrone mit soviel Puderzucker glatt rühren, das ein schlanker Zitronenguss entsteht.“ Herrlich! Wenn man das Wort schlank in einem Rezept verwendet, kann man ja gar nicht zunehmen, oder?

Dieser Kuchen wird euch tagelang glücklich machen. Er bleibt wunderbar frisch, saftig und schmeckt durchgezogen an Tag zwei wahrscheinlich noch besser als eh schon. Das kann ich aber nicht wirklich behaupten, da dieser Kuchen vom Blech keinen Tag bei uns überlebt.

Zitronenkuchen

Man benötigt wenige Zutaten und kaum Zeit. So ein Zitronenkuchen ist auch bei einem unerwarteten Besuch flott zubereitet. Und wenn man bedenkt wie unsere Großmütter noch mit Gas gebacken haben, halleluja, da bin ich aber froh, dass sich da etwas geändert hat.

Mit Gas kochen finde ich super, backen empfinde ich als sehr schwierig. In meinem Wohnwagen habe ich auch einen gasbetriebenen Backofen und muss ständig meine Backzeiten aus den Rezepten anpassen. Klappt auch, ist aber immer mit Vorsicht zu genießen.

Zitronenkuchen

Oma Lisbeths Zitronenkuchen ist unschlagbar und der schlanke Zitronenguss der Knaller! Das Rezept ist ja für ein Backblech ausgelegt, ich wollte den Kuchen mal in einer anderen Form zeigen und bin begeistert, wie facettenreich dieser Teig doch ist. Man kann den Zitronenkuchen hübsch dekorieren und platziert ihn auf der Kaffeetafel auf einer schönen Kuchenplatte.

Lisbeth hätte sich darüber gefreut. Es ist fantastisch wie Omas Rezepte durch die Familie gekocht und gebacken werden. Ich persönlich zelebriere das ja fast täglich, aber einige Tanten und Cousinen pflegen diese Tradition ebenso. Es macht eine so große Freude sich auszutauschen und all die kleinen Köstlichkeiten zu verschenken und zu probieren.

Zitronenkuchen

Wir treffen uns zum Aziagurken einkochen, Roastbeef Verkostungen sind Ehrensache und Marmeladen stehen auch hoch im Kurs. Meine Brotrezepte werden auch regelmäßig nach gebacken und mittlerweile ist fast jeder im Besitz einer Küchenmaschine und einer Cocotte.

Ich finde diese Begeisterung großartig und bin obendrein sehr dankbar über die Treffen mit meiner lieben Tante, die ein Ur-Gedächtnis hat und ganz wundervolle Geschichten aus der Vergangenheit erzählt. Wir schauen uns alte Bilder an, blättern uns durch handgeschriebene Rezepte und trinken Ostfriesentee, eben genauso wie mit Oma damals. Schöne Erinnerungen sind das und meistens gibt es etwas Leckeres, selbst gebackenes zum Tee. So lieben wir die Sonntage.

Ihr habt ja wahrscheinlich auch so schöne Geschichten zu erzählen, oder? Die gemütliche Herbstzeit zwingt uns ja buchstäblich sich zu besinnen und sich zu erden. Auf jeden Fall hilft uns dieser köstliche Zitronenkuchen durch die dunkle Jahreszeit und verspricht einen schlanken Guss;).

Habt einen wundervollen 1. Advent und backt euch bitte dieses Kuchenglück nach.

♡ Lisbeths

Zitronenkuchen

 

 

4.5 von 2 Bewertungen
Zitronenkuchen
Zitronenkuchen
Autor: Karin
Zutaten
Für den Teig
  • 250 g Margarine
  • 250 g Zucker
  • 180 g Mehl
  • 70 g Maisstärke
  • 5 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 2 TL Backpulver
  • Abrieb 1 Bio-Zitrone
Für die Vollendung
  • Saft 1 Zitrone
  • 100-150 g Puderzucker
Für die kandierten Zitronen
  • 2 Bio Zitronen
  • 300 g Zucker
  • 140 ml Wasser
Anleitungen
Für den Teig
  1. Den Backofen auf Ober/Unterhitze 160 Grad vorheizen.

    Ein Backblech gut einfetten.

    Margarine und Zucker schaumig rühren.

    Die Eier nach und nach hinzufügen.

    Mehl, Salz, Maisstärke und Backpulver vermengen und mit dem Teig verrühren.

    Zitronenabrieb mit dem Teig vermengen.

    Den Teig auf dem Backblech verstreichen oder in eine passende Kastenform füllen und für ca. 20-30 Minuten backen.

    Den Kuchen aus dem Ofen holen und auf dem Blech abkühlen lassen.

Für die Vollendung
  1. Saft einer Zitrone mit Puderzucker verrühren.

    Bitte nur so viel Puderzucker verwenden, bis die Glasur zähflüssig vom Löffel fällt.

    Den Kuchen mehrfach mit einer Gabel einstechen und satt mit der Zitronenglasur bestreichen.

    Den Kuchen mit den kandierten Zitronenscheiben dekorieren.

Für die kandierten Zitronen
  1. Die Zitronen heiß abspülen, trocknen und in Scheiben schneiden.

    Zucker und Wasser aufkochen lassen.

    Die Zitronenscheiben in den Sud legen und für ca. 30 Minuten köchlen lassen.

    Regelmäßig rühren, damit jede Scheibe vom Sirup bedeckt ist.

    Die Zitronenscheiben mit der Gabel aus dem Sirup holen und auf einem Backpapier ablegen.

    Für mehrere Stunden trocknen lassen.

    Man kann sie auch für ca. 2-3 Stunden im vorgeheizten Backofen Ober/Unterhitze bei 60-70 Grad trocknen lassen.

    Hier bitte zwischendurch die Zitronenscheiben umdrehen.

Rezept-Anmerkungen

Wer den Teig in einer speziellen Form backen möchte, sollte die Backzeit etwas verlängern.

Macht bitte zwischendurch eine Stäbchenprobe.

Natürlich kann man diesen wunderbaren auch ohne kandierte Zitronenscheiben backen und genießen.

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