Französisches Landbrot mit gesalzener Butter aus der Cocotte

Butter. Keiner spricht dieses Wort so wundervoll aus wie Meryl Streep in dem Film Julie & Julia. Ich liebe diesen Klassiker. Eigentlich liebe ich nur Meryl Streep in dieser zauberhaften Rolle und den Hochgenuss der französischen Küche. Und ich liebe Frankreich, ganz besonders die Bretagne. Da kommt man an guter Butter nicht vorbei. Ob nun ein Hummer auf dem offenen Feuer in Butter ersäuft, die Seezunge in Butter geschwenkt wird, bis sie goldbraun und knusprig auf dem Teller landet oder die göttlichen Kuchen, Tartes und Crossiants einem die Finger buttrig verkleben, die Bretagne und Butter gehören einfach zusammen. Und die Franzosen haben es drauf, diese noch per Hand aus besten Zutaten herzustellen. Da wird einem vielleicht manchmal etwas schwindelig wenn man für 125 g frische Butter an die sieben Euro zahlen soll, aber ich schwöre, jedes Gramm ist es wert. Es ist purer Genuss. Und wer keine Butter mag, der sollte mal eine französische Butter aus dem Holzfass probieren. Zum Bespiel die von Jean-Yves Bordier. Er erzählt ganz fantastisch über die Herstellung seiner frischen Butter.

Französisches Landbrot mit gesalzener Butter aus der Cocotte

Am Anfang hört man tatsächlich, wie sich die Walze durch die Butter pflügt, das kräftige Klopfen wandelt sich langsam in einen sanften Wellenschlag. „Da höre ich meine Butter singen, sie weint“, sagt der Buttermeister. Auf Französisch heißt das „quand j’entends chanter mon beurre, il pleure“ und klingt fast wie ein Chanson von Jacques Brel. Das „weinende“ Geräusch kommt vom Salz. Mindestens zwei Stunden muss „Le beurre“ jetzt noch ruhen, damit sich Letzteres setzt. Ich musste mir diese Butter einfach kaufen und mit nach Hause nehmen, um den Urlaub mit den kulinarischen Erinnerungen noch ein bisschen zu verlängern;).

Französisches Landbrot mit gesalzener Butter aus der Cocotte

Natürlich ist diese Butter dafür gedacht, sie pur oder auf einer Scheibe knusprigen Brot zu genießen. Ich habe meinem Brotteig ein paar Gramm davon gegönnt und bin schwer verliebt. Frankreich hat soviel zu bieten. Wie zum Beispiel die traumhaften kunterbunten gusseisernen Le Creuset Töpfe. Mein Favorit natürlich ganz klar, rosé. Ich liebe es, in meiner Cocotte das Brot zu backen. Und ich verzichte neuerdings darauf, meinen Sauerteig selbst anzusetzen. Den Luxus gönne ich mir und kaufe einen fertigen Natur-Sauerteig oder frage meinen Bäcker des Vertrauens. Denn wenn die Lisbeths Hunger hat, dann möchte sie das Brot auch baldigst auf dem Teller sehen;). Denn inklusive Zubereitung und etwas Geduld beim Auskühlen des Brotes, dauert es nur ca. vier Stunden bis man dieses überaus köstliche Landbrot auf dem Tisch stehen hat. Großes buttriges Brot Ehrenwort. Ich kaufe kein Brot mehr. Nur noch im Frankreichurlaub;). Ich habe sogar schon einmal zwei Brote gleichzeitig angesetzt und eine liebe Freundin damit sehr glücklich gemacht. Sie hat es mit auf den Weg in den Urlaub bekommen und tagelang davon gezehrt. Es gibt nämlich auch Länder, die haben es nicht so drauf mit dem Brot backen:). Da weiß man so eine Scheibe selbst gebackenes Landbrot sehr zu schätzen.

Französisches Landbrot mit gesalzener Butter aus der Cocotte

Mein heutiges Brot wurde mit ganz besonderen Freunden verputzt. Natürlich mit der guten streichfähigen gesalzenen Butter, Rilettes, Pasteten, Confit mit Zwiebeln, Ochsenherztomaten, Käse, Aprikosenkonfitüre und alles was das französische Herz so glücklich macht. Das Beste daran, das Landbrot. Probiert es aus und erzählt mir unbedingt wie es euch geschmeckt hat. Es lässt sich wunderbar einfrieren, hält sich locker eine Woche und ist aufgetoastet mit Olivenöl und Knoblauch bestrichen ein kleines Träumchen. Mehr Brotgenuss geht nicht. Alleine das Geräusch beim Anschnitt, wenn das scharfe Messer die harte Kruste vom frischen Brot durchbricht. Das ist unbezahlbar. Man spürt schon, ich bin #vollaufbrot;).

Französisches Landbrot mit gesalzener Butter aus der Cocotte

Und so schmeckt es dem Lieblings Ehemann am besten. Großzügig hauchdünne Butterflocken auf frischem Brot. Was will man mehr. Das ist leben wie Gott in Frankreich;). Und genau das könnt ihr euch auch nach Hause holen. Brot backen ist gar nicht so schwer und bis jetzt hat dieses Landbrot jeden überzeugt;). Voraussetzung ist, man hat eine Cocotte oder ofenfeste Form mit Deckel. Sie sollte allerdings nicht zu klein sein, denn mein kleines Brot wiegt ca.1,3 Kilo. Da wird eine Familie mehrfach von satt;). Hach, am liebsten würde ich euch dieses knusprige Brot direkt durchs Internet in die Küche schicken;).

Französisches Landbrot mit gesalzener Butter aus der Cocotte

Genießt euer Leben, backt euch dieses Brot nach und versucht euch an dieser göttlichen Le Beurre. Man schließt die Augen und findet sich direkt in der Bretagne wieder. Bei mir klappt es immer;).

Bon Appétit

♡ Lisbeths

Französisches Landbrot mit gesalzener Butter aus der Cocotte

 

Wer noch keine Cocotte besitzt und sich gerne eine anschaffen möchte, der sollte mal bei diesem Le Creuset Sortiment vorbeischauen. Man freut sich doch immer über ein Angebot;).

Lust auf noch mehr Frankreich, Butter und Brot? Na dann auf zum Rezept.

 

Französisches Landbrot mit gesalzener Butter aus der Cocotte
 
Autor: 
Kategorie: backen, Brot, herzhaft
Zutaten
  • Für den Teig:
  • 10 g frische Hefe
  • Prise feinster Zucker
  • Etwas lauwarmes Wasser
  • 500 g Weizenmehl Typ 405
  • 150 g Roggenvollkornmehl
  • 200 g Dinkelmehl Typ 630
  • 100 g Roggenmehl Typ 1150
  • 25 g Maldon Meersalz *
  • 30 g gesalzene Butter *
  • 30 g dunkler Rübensirup
  • 75 g Natur-Sauerteig von z.B.Seitenbacher *
  • 550 g lauwarmes Wasser
  • Hilfsmittel:
  • Ofenfeste Form mit Deckel/ Cocotte Ø 30 cm / bei mir eine Le Creuset
  • Teigschaber *
  • Gärkorb * [Beispiel]
  • Scharfes Messer oder Klinge
  • Küchenmaschine und Knethaken
Zubereitung
  1. Für den Teig:
  2. Die Hefe in ein Glas geben und mit lauwarmen Wasser bedecken.
  3. Kurz stehen lassen und eine Prise Zucker hinzufügen.
  4. Alles gut verrühren, bis sich die Hefe komplett verflüssigt hat.
  5. Die Rührschüssel einer Küchenmaschine auf eine Küchenwaage stellen oder die Zutaten separat abwiegen.
  6. Zuerst die trockenen Zutaten in die Schüssel geben, bis auf das Salz!
  7. Dann Hefegemisch, Sauerteig, Sirup, Butter und zum Schluss das Wasser hinzufügen.
  8. Die Mischung auf kleinster Stufe für ca. 5 Minuten kneten.
  9. Danach bitte das Meersalz hinzufügen und weitere 7-10 Minuten auf Stufe 2 kneten.
  10. Die Rührschüssel mit dem Teig abdecken.
  11. Das kann Klarsichtfolie oder ein sauberes Geschirrtuch sein.
  12. Für 30 Minuten ruhen lassen.
  13. Danach beginnt die Falt-Technik.
  14. Die Klarsichtfolie oder das Geschirrtuch entfernen.
  15. Die Hände gut mit kaltem Wasser befeuchten.
  16. Beherzt mit den Fingern am Rand der Schüssel in den Teig greifen, diesen flott nach oben ziehen und auf die gegenüberliegende Seite ablegen und leicht andrücken.
  17. Darauf achten, dass die Hände immer kalt und gut feucht sind.
  18. Der Teig kann sehr klebrig sein und das erleichtert die Arbeit.
  19. Diesen Vorgang wiederholt man 4x auf jeder Seite der Schüssel.
  20. Bedeutet: Die Schüssel drehen und genau das Gleiche mit der anderen Teig-Seite machen.
  21. Nun die Schüssel nur soweit drehen, bis die noch ausstehenden Seiten sichtbar sind.
  22. Man greift flott in den Teig und zieht diesen hoch und legt ihn auf der gegenüberliegenden Seite ab.
  23. Die Schüssel erneut abdecken und für weitere 30 Minuten ruhen lassen.
  24. Der Teig wird etwas fester werden.
  25. Nach der 2. Gehphase diesen Faltvorgang wiederholen und weiter 30 Minuten ruhen lassen.
  26. Nach Gehphase 3 noch einmal in der Schüssel falten und erneut für 30 Minuten ruhen lassen.
  27. Dann den Gärkorb mit etwas Roggenmehl bestäuben.
  28. Die Arbeitsplatte mit etwas Mehl bestäuben und den Teig mit einem Teigschaber aus der Schüssel kratzen und auf die bemehlten Fläche gleiten lassen.
  29. Mit feuchten Händen den Teig nach oben, unten und seitlich ziehen.
  30. Nun den Teig wie einen Briefumschlag falten/ zusammenlegen.
  31. Mit dem Teigschaber zügig unter den Teig fahren und mit der oberen Seite nach unten in den Gärkorb legen.
  32. Den Teig unbedingt mit etwas Roggenmehl bestäuben.
  33. Das klappt super mit einem Sieb.
  34. Den Teig mit Klarsichtfolie abdecken und für 60 Minuten ruhen lassen.
  35. Der Teig wird versuchen aus dem Gärkorb zu gucken;).
  36. Nach der Hälfte der Zeit, den Backofen auf Umluft 250 Grad mit der Cocotte und geschlossenem Deckel für 30 Minuten vorheizen.
  37. Hier gilt es absolut vorsichtig zu sein und unbedingt gute hitzebeständige Ofenhandschuhe zu tragen!
  38. Die heiße Cocotte vorsichtig aus dem Ofen holen, den Deckel beiseite legen und daran denken, wenn man ihn wieder aufsetzt, dass er 250 Grad heiß ist!
  39. Die heiße Cocotte mit etwas Roggenmehl bestäuben.
  40. Den Gärkorb in der einen Hand, den Teigschaber in der anderen, den Teig in die Cocotte gleiten lassen. Rutscht der Teig so in den Topf, benötigt man den Teigschaber nicht;).
  41. Mit einem scharfen Messer oder einer Klinge den Teig 2-4 x einritzen.
  42. Den Deckel auf die Cocotte setzen und für 40-45 Minuten im vorgeheizten Ofen backen.
  43. Nach ca. 20 - 30 Minuten die Temperatur auf 230 Grad reduzieren.
  44. Die Cocotte aus dem Ofen holen, den Deckel zur Seite legen und mit einem Holzlöffel das Brot leicht anheben und sofort auf ein Gitter zum auskühlen legen.
  45. Tipp:
  46. Wenn man mit einem Holzlöffel von unten auf das Brot klopft und es hohl klingt, dann ist es fertig;).
  47. Das Brot gut ab und auskühlen lassen.
  48. Erst dann anschneiden.
  49. Das Brot hält sich unter einem Geschirrtuch für mindestens 3 Tage.
  50. Aufgetoastet ein Träumchen.
  51. Das Brot wiegt ca. 1,3 Kilo.
  52. Alle mit einem * gekennzeichneten Produkte sind Affiliate Links.

 

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