Feigen

Hoher Besuch aus dem Süden Deutschlands. Wie froh ich war, dass die liebe Tina eine zeitlang in Hamburg gelebt und somit astrein Hochdeutsch sprechen konnte;) So ein badischer Dialekt ist schon verwirrend wenn man vom platten Land kommt und ausser moin moin nix sagen muss. Sie hat übrigens einen sehr eleganten flotten Fahrstil – Speedy Gonzales würde diesen Kojoten sicher nicht abhängen und Mister Spock könnte so schnell auch den beam me up Knopf nicht betätigen – da bin ich sicher. Ich hab mich aber total sicher gefühlt und gemerkt das da nicht nur eine leidenschaftliche Bäckerin sondern auch eine passionierte Autofahrerin neben mir sitzt. Die übrigens aufmerksam die Verkehrsschilder und Geschwindigkeitshinweise liest – während ich mindestens vier Punkte kassiert hätte. Richtig crazy war allerdings das Navigationssystem mit männlich „badischer “Stimme. Wäre ich der gefolgt, ich wäre im Niemandsland gelandet;) Wir zwei haben zusammen gebacken, zusammen getrunken, zusammen fotografiert und mit Freunden viel Fussball geguckt. Da kennt sie sich allerdings auch noch irre gut aus und lieferte ausgewachsenen Fussballmännern perfektes Hintergrundwissen. Ok, ihr Verein ist jetzt nicht meiner – ich weiß aber, dass ihre bessere Hälfte Werder Fan ist – somit alles wieder im Lot. Man kann so einiges lernen von dem Tausendschön`chen! Der Kuchen war auch ihre Idee – ich durfte der kleine Küchenhelfer sein;) Leider ist das Törtchen beim ersten Versuch ein klitzekleines Bisschen verunglückt. Der zweite wurde dafür umso besser und zeigte sich von seiner schönsten Seite. Da wurde dann gerufen:

Feigen

Das süße Früchtchen lässt sich übrigens auch wunderbar ohne Mürbeteig backen. Schmeckt mindestens genauso fein und man hat etwas weniger Arbeit;) Der babbelnde Navigationstyp ist wieder in heimischen Gefilden, wo er besser verstanden wird;) Ob es so einen auch wohl auf Plattdeutsch gibt? Den hätte ich gerne. Habt einen wunderschönen Mittwoch und kumm rin kanns rutkieken.

♡ Lisbeths

Feigen

 

Feigen & Bergpfirsich Törtchen mit Thymian
 
Autor: 
Zutaten
  • Für den Boden:
  • 200 g Mehl
  • 80 g Zucker
  • 80 g kalte Butter
  • 1 Ei
  • 1,5 Tl Backpulver
  • Für die Füllung:
  • 500 g Quark
  • 300 g Bergpfirsiche
  • 3 Eigelb
  • 120 g Zucker
  • 1 Tl Vanille Paste oder Extrakt
  • Saft einer halben Bio Zitrone
  • 125 ml Öl z.B. Raps - oder Sonnenblumenöl
  • 1 Packung Käsekuchenhilfe
  • 200 ml Milch
  • 1 El Honig
  • Ein paar Thymianzweige
  • Für die Vollendung:
  • 6-8 frische Feigen
  • Etwas Orangengelee
Zubereitung
  1. Für den Boden:
  2. Mehl, Zucker, Butter, Backpulver, Salz und Ei zu einem Mürbeteig verkneten.
  3. In Klarsichtfolie einwickeln und in den Froster legen.
  4. Eine Springform buttern.
  5. Den Ofen auf Umluft 175 Grad vorheizen.
  6. Für die Füllung:
  7. Eier trennen.
  8. Eigelb, Zucker und Vanillepaste zu einer cremig weißlichen Masse aufschlagen.
  9. Den Quark hinzufügen und gut verrühren.
  10. Zitronensaft hinzufügen und vermengen.
  11. Das Öl untermischen und die Käsekuchenhilfe mit der Creme vermischen.
  12. Langsam die Milch dazugeben und verrühren.
  13. Honig und Thymian untermischen.
  14. Die Pfirsiche waschen, halbieren, entkernen und in kleine Stücke schneiden.
  15. Den Teig aus dem Froster holen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen.
  16. Den Teig auf die Form verteilen und die Seitenränder schön hochziehen und leicht andrücken.
  17. Die Hälfte der Käsecreme auf den Teig geben.
  18. Die Bergpfirsichstückchen in den Teig setzen und die restliche Creme darauf verteilen.
  19. Für ca. 45 - 50 Minuten backen.
  20. Sollten die Ränder zu dunkel werden, bitte mit Alufolie abdecken.
  21. Für die Vollendung:
  22. Die Feigen vorsichtig putzen und halbieren.
  23. Das Orangengelee kurz in einem Topf erwärmen.
  24. Die Feigen mit dem Gelee bepinseln.
  25. Sobald der Kuchen abgekühlt ist, können die Feigen dekoriert werden.