Zimtbrötchen

„Für Dich vom Berghimmel bis zum Meer.” Ganz sicher ist dies eine Liebeserklärung an den Ehemann & Sohn von Theresa Baumgärtner. So die Widmung, die einen tief berührt, wenn man das neue Buch von Theresa öffnet. Es ist wie ein wunderhübsch verpacktes Geschenk. Sie hat ein ganz köstliches und zauberhaftes Backbuch geschrieben. Ein Träumchen in Leinen & Rot. Ich liebe es, wenn man ein Buch aufschlägt und die erste Seite schon so schön ist, dass man sich ganz flott einen Tee kocht, sich auf dem Sofa einkuschelt und sich auf eine kulinarische Reise einlässt. Da würde ich auch immer noch sitzen, hätten mich nicht diese göttlichen Zimtbrötchen angestupst und an den Ofen gelockt. Nun mag ich euch gar nicht zu viel verraten aus „Backen in der Winterzeit.”

Ich finde, man sollte es sich gönnen und mal herrlich selbst beglücken mit all diesen leckeren Rezepten, traumhaften Bildern und herzerwärmenden Geschichten. Erlaubt euch diesen Urlaub der Genüsse durch Land, Küste, Berge und Stadt. Es ist ein wunderschönes Geschenk zu Weihnachten und hinterlässt ganz sicher einen bleibenden Eindruck unter dem geschmückten Tannenbaum.

Ich habe Theresa als einen sehr tiefgründigen und leidenschaftlichen Menschen erlebt, durfte sie etwas näher kennenlernen, und war für ein gemeinsames Projekt, Gast in ihrem Elternhaus. Allein die Fahrt durch das „Alte Land”, das Häuschen, der Garten, die zuckersüße Küche und ihre lieben fürsorglichen Eltern. Da möchte man einfach nur Platz nehmen und einen Adoptionsantrag stellen. Sie hat großes Glück eine so liebevolle Familie zu haben, die sie unterstützt und immer für sie da ist.

Diese Vertrautheit lässt Theresa ganz sicher so strahlen, denn ihr Lächeln ist eines der schönsten, das ich kenne. Sie lebt für all die schönen Dinge auf der Welt, sie liebt es mit den Händen mitten in den buttrigen Teig zu greifen, hübsche Dekorationen zu basteln und ihre gesamte Umgebung mitzunehmen in eine fast vergessene Welt. Theresa nimmt sich Zeit um Briefe noch per Hand zu schreiben und pflegt überlieferte Traditionen mit ganz viel Herz.

Zimtbrötchen

Sie fühlt sich sehr mit ihrer zweiten Heimat Frankreich verbunden und das kann ich so gut verstehen. Schon oft bin ich an ihrem Lieblingsort in der Bretagne vorbeigefahren und war immer ganz kurz davor, einfach mal abzubiegen und mir dieses Stück Natur anzuschauen. Irgendwie hält mich etwas zurück. Es ist einfach ihr Traum. Sie erzählt immer so begeistert davon. Vielleicht möchte ich meine Vorstellung von ihren Eindrücken und das was sie preisgibt in meinen Gedanken und Erinnerungen behalten. Man muss ja auch nicht immer alles leibhaftig sehen. Mir reichen ihre Geschichten, um mich nach Frankreich zu träumen. Vielleicht besuche ich eines Tages dieses Fleckchen und setze ganz vorsichtig einen Fuß auf ihre kleine Insel, in die sie so verliebt ist. Natürlich würde ich niemals einen Besuch abstatten ohne ein Fläschchen Champagner, ein selbst gebackenes Baguette und ein Stück der besten bretonischen gesalzenen Butter unterm Arm.

Zimtbrötchen

Es gibt Menschen, denen sieht man es einfach an, dass sie Genießer sind. Sie brechen das Brot, streichen etwas Butter darauf und schließen die Augen. Theresa ist auch so ein Mensch. Wenn man sich ihre unzähligen kleinen zauberhaften Filme anschaut, dann erlebt man, wie gerne sie isst und was gute Lebensmittel für sie bedeuten. Sie vermittelt die regionale und saisonale Küche wie einen Schatz, den sie als Kind gefunden und für immer in ihrem Herzen bewahrt hat. Mir macht es unsagbar viel Freude, ihre Geschichten zu lesen, von ihr zu hören und mich in ihre Welt entführen zu lassen. Sie schafft eine Atmosphäre, die mich glücklich macht. Ganz viel davon trage auch ich in meinem Herzen und lebe es genau wie sie.

Und wenn ihr jetzt in diesem Moment, diesen Duft der kleinen Zimtbrötchen riechen könntet, dann hätte jedes Wort noch mehr Gewicht, jeder Mensch auf Erden würde glücklich & zufrieden sein, und die liebe Theresa würde Euch ihr schönstes Lächeln schenken. Darf ich zwei von euch lieben Lesern auch ein kleines Glück bescheren? Dann dürft ihr mir bis zum 02.12.2017 23:59 hier unter dem Beitrag erzählen, welches euer Lieblings Urlaubsland und eure liebste Köstlichkeit aus Theresa’s Küche ist.

Mich findet man mit einer heißen Tasse Tee, mindestens drei von diesen köstlichen Zimtbrötchen auf der Etagere und einem Buch in roten Leinen gebunden auf dem gemütlichen Sofa. Mein Hund liegt mir zu Füßen und der Kamin würde knistern, wenn ich einen hätte;). Den schönsten Mittwoch für euch.

♡ Lisbeths

Zimtbrötchen

Das Buch, Backen in der Winterzeit könnt ihr euch direkt beim Verlag bestellen oder bei eurem Buchhändler des Vertrauens erwerben. Herzlichen Dank liebes Brandstädter Team für die Exemplare.

 

Zimtbrötchen „Backen in der Winterzeit"
 
Autor: 
Kategorie: backen, Weihnachten, Kleingebäck,
Zutaten
  • Für den Teig:
  • Reicht für ca. 12 große oder 36 kleine Buns
  • 500 g Dinkelmehl
  • ¼ TL Meersalz
  • 1 TL Kardamomsamen
  • 50 g weiche Butter
  • 15 g frische Hefe
  • 60 g Rohrohrzucker
  • 300 ml lauwarme Milch
  • 1 Eigelb
  • Für die Füllung:
  • 75 g weiche Butter
  • 60 g Rohrohrzucker
  • 2 geh. TL gemahlener Ceylon-Zimt
  • 1 Prise Meersalz
  • Für die Vollendung:
  • 1 Eiweiß
  • ca. 45 Mandeln
  • 1-2 TL Kardamomsamen
  • Etwas Ahornsirup
  • Etwas Dinkelmehl für die Arbeitsfläche
Zubereitung
  1. Für den Teig:
  2. Das Mehl mit dem Salz in eine große Rührschüssel geben, vermengen und in die Mitte eine Mulde drücken.
  3. Die Kardamomsamen im Mörser zerstoßen und zum Mehl geben.
  4. Auf dem Rand die Butter in Flöckchen verteilen.
  5. Die Hefe mit dem Rohrohrzucker in der Milch auflösen, das Eigelb unterrühren.
  6. Die Hefemilch nach und nach zum Mehl in die Schüssel geben und die Zutaten mit der Küchenmaschine oder mit der Handzug einem glatten Teig kneten.
  7. Den Teig mit einem sauberen Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen.
  8. In der Zwischenzeit für die Füllung die weiche Butter mit dem Rohrohrzucker, dem Zimt und dem Salz mit den Quirlen des Handrührgerätes verrühren.
  9. Den Hefeteig auf einem bemehlten Backbrett zu einem 3-5 mm dicken, 18 cm breiten Rechteck ausrollen.
  10. Das Rechteck in der Mitte der langen Seite teilen.
  11. Die weiche Butter Zimtbutter mit einem Messer auf die eine Hälfte verstreichen und mit der anderen Teighälfte bedecken.
  12. Von dem 18 cm breiten Teig ca. 1,5 cm breite, lange Streifen schneiden.
  13. Jeden Streifen wie ein Wollknäuel um die mittleren drei Finger wickeln.
  14. Nach der Hälfte des Streifens das Teigknäul von den Fingern nehmen und um 90 Grad drehen, damit es rundherum gleichmäßig gewickelt wird.
  15. Die gewickelten Zimtbrötchen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen, mit einem Tuch abdecken und 1-2 Stunden gehen lassen.
  16. In der Zwischenzeit den Backofen auf Umluft 200 Grad vorheizen.
  17. Auf den Boden des Backofens eine kleine feuerfeste Form mit Wasser stellen.
  18. Die aufgegangenen Buns mit Eiweiß bestreichen.
  19. In der Mitte der Buns nach Belieben jeweils drei Mandeln drücken und/oder ein paar Kardamomsamen streuen.
  20. Nun 20 Minuten auf der mittleren Schiene goldgelb backen.
  21. Noch heiß mit dem Ahornsirup bestreichen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
  22. Am besten frisch essen oder lauwarm einfrieren.
  23. Am nächsten Tag können die Buns gut im Toaster oder im Backofen noch einmal erwärmt werden.
  24. Tipp:
  25. Man kann den Teig auch großflächiger ausrollen und ganz viele Streifen schneiden, klappt super mit einem Pizzaroller.
  26. So bekommt man viele kleine Köstliche Zimtbrötchen.

 

 

Nachtrag vom 09.12.2017

Von Herzen ein großes Dankeschön an alle Leser. Eure Kommentare sind einfach herzerwärmend und zuckersüß. Es konnten nur zwei gewinnen und diese Beiden sind ausgelost und dürfen sich über das Buch von Theresa freuen. Liebe Rahel und liebe Mone, ihr habt eine Email im Postfach mit der Bitte um eure Anschrift. Herzlichen Glückwunsch und ganz viel Freude mit „Backen in der Winterzeit”